Krise 4.0 – Navigation durch die Finanzmarkt - Turbulenzen

Komplizierte Sachverhalte verständlich gemacht

Clubpräsident Helmut Loerts-Sabin konnte zahlreiche Gäste begrüßen auf dem allmonatlichen Clubabend des Marketing-Clubs Weser-Ems e.V. War doch ein spannendes Thema angekündigt, was alle Menschen in Deutschland und erst recht in der Euro Zone beschäftigt. Der Referent, Dr. Klaus Edeling, Director Private Banking der OLB aus Oldenburg, beleuchtete das Thema Finanzmarkt - Turbulenzen auf seine eigene, unnachahmliche Weise. Er verstand es, den Zuhörern komplizierte Sachverhalte verständlich zu machen, ohne Script, ohne Folien, ohne Powerpoint-Vortrag. Dabei arbeitet er vor allem mit Bildern und Vergleichen. So erläuterte er den Zuhörern, was eigentlich eine Billion Euro, wenn man über den Rettungsschirm reflektiert, genau bedeutet. Wenn man auf der Strecke Flensburg- Garmisch pro Millimeter je zwei 500.- Euro Scheine hochkant platziert, erhält man auf der ganzen Strecke tatsächlich eine Billion Euro.

Anhand anschaulicher Bilder wie dem Mann im Mond, dem schwarzen Schwan oder der Truthahn- Theorie erläuterte Edeling, warum der Euro in seiner jetzigen Form nicht bestehen bleiben wird, aber auch nicht muss. Er erklärte weiter, warum es die absolut sichere Geldanlage nicht geben kann und warnte davor, selbsternannten Börsen - Gurus bedingungslos zu folgen. Wenn es sie tatsächlich gäbe, würden alle Anleger diese kopieren und die Ergebnisse wären wieder gleich. Vor allem warnte er vor jeder Einseitigkeit, z.B. bei der Gold- Anlage. In der Wirtschaftskrise in den USA in den Dreißiger Jahren wurde z.B. alles Gold konfisziert, was in den Banktresoren schlummerte.

Auch gab er zu bedenken, dass in der Historie Deutschland insgesamt schon sechs Mal pleite war, Frankreich sogar acht Mal. Aber man sollte auch nicht auf die Crash-Propheten hören, die regelmäßig einen finanziellen Gau vorhersagen. Vor allem soll man nicht in Panik verfallen, so der Referent weiter. Insgesamt ein hochinformativer und vergnüglicher Abend, der den Zuhörer trotzdem nachdenklich hinterließ, weil es Patentrezepte für die sichere und gleichzeitig zinsstarke Geldanlage eben nicht gibt.