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Zukunft des Handels

Vom Point of Sale zum Point of Interest

Der stationäre Einzelhandel sieht sich seit eh und je den vielfältigsten Aufgaben gegenüber. Im Vordergrund steht stets die Bemühung um den Kunden. Basis der Bedrohungen ist oft die Bequemlichkeit der Verbraucher, steigende Individualität mit entsprechend angepasster Vielfalt und deren immer geringer werdende Möglichkeit, Zeit für Einkäufe zu investieren.

Für die Verbraucher gibt es dazu passenden Lösungen: Die Online-Händler! Des Konsumenten Freud ist des stationären Einzelhandels Leid? Für den ein oder anderen trifft dies sicherlich mehr oder weniger stark zu! Sich stets auf die Zukunft einstellen muss sich letztlich jeder, der weiterhin bestehen will.

Matthias Heckmann von der IHK Oldenburg hat mit Zahlen, Daten, Fakten und deutlichen Worten klar gemacht, wie sich die Präferenzen zu Gunsten des Online-Kanals entwickelt haben und noch werden. Da wird dem Betroffenen schnell deutlich, warum man sich spätestens jetzt mit dem Thema Online-Präsenz nicht nur beschäftigen, sondern dieses darüber hinaus strategisch in das eigene Marketing mit aufnehmen muss. Ohne aber die Bemühungen vor Ort zu vernachlässigen. Der Einkauf muss ein positives Erlebniss bleiben, wenn die Vielfalt des lokalen Einzelhandels bestand haben soll.

Interessant waren hierzu die Ausführungen vom Referenten Herrn HANS-GEORG HESS von Brillen Hess. Neben einer exklusiven Auswahl und Beratung „rund um´s Auge" im Ladengeschäft hat man stets auch das Internet im Visier und versucht dies für sich nutzbringend einzusetzen. Da Herr Hess offen für innovative Ideen ist, hat er sich vor zwei Jahren zeitgemäß aufgestellt und sich als Servicepartner mit Brillen.de (brillen.de Optik AG vertreibt unter der Webseite brillen.de Brillen und Kontaktlinsen) zusammengetan. Dort kann der Konsument im Internet seine Brille günstig zusammenstellen und sich aus den Servicepartnern seinen Brillenhändler in der Nähe auswählen. So schafft sich Brillen Hess eine zusätzliche Präsenz im Netz, findet neue Kunden und hatte im letzten Jahr 8% mehr Umsatz. Laut Herrn Hess ein überzeugendes Konzept.

Eine weitere Möglichkeit für jeden Einzelhändler sich im Internetz zu behaupten, bietet das local-Commerce Portal "sinply local". Projektmanager Matthias Dose hat den Veranstaltungsbesuchern erklärt, wie die Händler sich dort relativ einfach und ohne riesigen Aufwand (Warenwirtschaftssystem vorausgesetzt) präsentieren können. Konsumenten finden dort die Produkte des beteiligten Einzelhändlers und sollen dann lokal kaufen und im Laden abholen – oder sich zusenden lassen. Die Infrastruktur wir dem Händler bereits vorgegeben, nur seine Angebote muss er selbst verwalten.

Nach ausgiebigen Diskussionen am Ende der Vorträge aller Referenten sind viele Zweifel beseitigt worden. Manche jedoch geblieben. Denn wie wird sich der Kunde des jeweiligen Einzelhändlers zukünftig wirklich verhalten? Wird er weiter den lokalen Handel nutzen, wie intensiv hilft das Internet dort weiter, was genau muss getan werden, um die Existenz zu sichern? Viele Fragen bleiben offen, die individuell angegangen werden müssen. Einige Instrumente auf dem Weg zur Lösung haben wir heute Abend kennengelernt.

Wichtig ist letztlich, dass der Einzelhandel online zu finden ist, sich dort authentisch und wertig präsentiert und vor Ort den Kunden durch Service, Kundennähe und Einzigartigkeit bindet.