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Keine Angst vor Digitalisierung

Die Arbeit der Zukunft

Die Diskussion um die laufende Digitalisierung und ihre Folgen sei zu sehr „von Angst besetzt“. Die Sorge um Arbeitsplätze stehe im Mittelpunkt. Dabei hätten sich die Anteile an der Beschäftigung im Zuge des permanenten Strukturwandels in der Wirtschaft schon immer verschoben, meinte Ingo Körner, Gesellschafter des Oldenburger Beratungsunternehmens „einfach.effizient. GmbH & Co. KG“ jetzt beim Marketingclub Weser-Ems, der sich mit der „Arbeit der Zukunft“ befasste.

So hätten sich die Inhalte und die Beschäftigung von der Landwirtschaft zur Industrie und weiter zu Dienstleistungen verlagert, erläuterte Körner. In dieser Abfolge komme nun das Digitale, erläuterte der Unternehmer am Rande der Veranstaltung im Technologie- und Gründerzentrum (TGO) in Oldenburg.

Körner geht davon aus, dass in der neuen Ära „alles, was Massenproduktion ist, nicht mehr in Deutschland produziert“ wird. Zugleich bleibe aber viel anspruchsvolle Arbeit hier. In den Firmen seien mehr denn je Ideen und eine passende Organisation mit guter Zusammenarbeit gefragt. In vielen Betrieben müsse sich die Kultur ändern, denn qualifizierte Mitarbeiter würden sonst gehen, weil sie „die Wahl“ hätten.

Körner sieht zugleich eine neue Blüte der Selbstständigkeit und des Unternehmertums in Deutschland kommen. Die Gründung einer eigenen Firma zur Umsetzung einer eigenen Problemlösungsidee mit eigenen Talenten sei „kinderleicht“ möglich, quasi nur mit einem Internetauftritt als Basis. Alles andere, von Logistik bis Buchhaltung, könne man zukaufen. Generell könne die Politik aber die Rahmenbedingungen noch verbessern. Dazu gehöre die Beseitigung von Umständlichem in der Startphase.

„Arbeit der Zukunft“ – das betreffe auch das Marketing, sagte Clubpräsident Helmut Loerts-Sabin. Automatisierung etwa sei im Marketing ein großes Thema. Davor müsse man aber keine Angst haben. Es werde immer noch die Kreativität des Einzelnen nötig sein. Bei diesem Thema wolle man „Angst nehmen“.